Und irgendwann bleib i dann durt ……

Frei nach STS wollen wir dieses Jahr Griechenland  bereisen. Die Reise führt uns über den Balkan nach Nordgriechenland auf die Ionischen Inseln.

Sechs Grenzübergänge in drei Tagen

Die Anreise nach Griechenland führt uns Etappenweise über Slowenien nach Kroatien, wo unser erster Halt in Primošten ist. Danach geht es weiter nach Ston wo wir ebenfalls noch einmal übernachten. Der dritte Reisetag führt uns von Kroatien über Bosnien Herzegowina nach Montenegro und weiter nach Albanien.  Für die  278 km brauchen wie ca. 5 Stunden, wobei in Bosnien Herzegowina die Straßen am schlechtesten sind. Sowohl in Montenegro als auch in Albanien sind die Hauptverkehrsstraßen sehr gut ausgebaut.

An den Grenzübergängen hatten wir keine nennenswerten Aufenthalte, so kamen wir ganz nach Plan im  Lake Shkodra Resort an. Die Stellplätze sowie die gesamte Anlage sind wirklich 1a, auch das Essen im Restaurant war hervorragend. Wir nutzen die Gelegenheit im See zu schwimmen, unser Fazit, wir wollen ans Meer.

Am nächsten Tag geht es der länge nach durch Albanien. Die Straßen sind leider von unzähligen Geschwindigkeitsbegrenzungen gesäumt. Das ist vor allem dem geschuldet, dass auf der Straße auch Pferdefuhrwerke unterwegs sind, ebenso warten Leute auf eine Mitfahrgelegenheiten am Straßenrand, machmal werden Kühe oder Ziegen über die Straßen geführt, man lebt ein wenig auf der Fahrbahn. Wir fahren durch Tirana, vorbei an kargen und bewaldeten Bergen, durch fruchtbare Ebenen bis wir nach ca.5 Stunden endlich in Griechenland sind.

Alles in allem war die Fahrt problemlos, die Menschen alle sehr nett und zuvorkommend und die Landschaften sehr schön. Viele der Albaner sprechen ein wenig Deutsch, da dies in der Schule unterrichtet wird.

Erster Sprung ins Ionische Meer

Nach der in Summe 7-stündigen Fahrt übernachten wir in Elenas Beach Camping etwas südlich von Igoumenitsa. Der Platz ist gut gebucht, da er von vielen als Stop-Over zur Fähre genutzt wird. Wir bekommen einen etwas improvisierten Stellplatz und können endlich ins Meer springen, es ist herrlich. Das Abendessen im angeschlossen Restaurant ist ausgezeichnet und wir haben richtig gut geschlafen. Nach einem Frühstück am Strand brechen wir auf nach Lefkada.

Lefkada

Wir erreichen die Insel über die schwimmende Brücke die direkt in Lefkada Stadt mündet. Unser NAVI leitet uns direkt an den vielen Strandlokalen die direkt am Meer stehen und in weiter folgen direkt durch die Stadt an den Dessimi Beach  Dort haben wie uns den Campingplatz Santa Mavra ausgesucht. Der Platz ist einfach aber sauber und wir bekommen einen Platz in der ersten Reihe. Die Bucht ist nicht besonders groß und wird gerne von Booten zur Übernachtung  aufgesucht.

Gleich nach der Ankunft gehen wir an den Strand, genießen das Meer und lassen den Tag in unseren neuen Strandsessel ausklingen. Als unsere Mägen zu knurren beginnen verwerten wir die Reste unseres Kühlschrankes und nach einem oder auch zwei Gläsern Wein schlafen wir zufrieden ein.

Nidri

Am nächsten Tag fahren wir mit unseren Fahrrädern nach Nidri wo wir einkaufen und ein Leihauto für den nächsten Tag buchen. Anschließend radeln wir an des Ende der Halbinsel bis zur Kapelle Ag. Kiraki. Von dort hat man einen tollen Blick auf Nidri. Die Zufahrt ist etwas holprig, wir müssen unserer Räder zwischendurch immer wieder schieben. Dieser Weg führt am Grab von Wilhelm Dörpfeld, einem deutschen Architekten und Archäologen vorbei. Am Rückweg nützen wir die Gelegenheit in der kleinen Bucht nackt ins Wasser zu springen, es ist herrlich.

Ein mal rund um die Insel: Vasiliki – Egremni Beach

Bei dem Autoverleih bei dem wir am Vortag ein Auto reserviert hatten ist leider keines mehr verfügbar, deshab sind wir gezwungen einen anderen Verleiher zu finden. Das ist Gott sei Dank gar kein Problem, ein paar Meter der Straße entlang finden wir ein Auto und machen uns als erstes auf den Weg nach Vasiliki. Von dort geht morgen die Fähre nach Kefalonia, wir kaufen die Tickets gleich heute. Ansonsten ist Vasiliki ein kleiner Fischerort, mit einer Vielzahl an Kaffees und Restaurants. Wir genießen noch ein Yoghurt mit Früchten und weiter geht es an die Westküste.

Ziel ist der Egremni Beach. Wir fahren in engen Serpentinen die Berge hinauf und hinunter. Als wir wieder einmal oben sind kommen wir zu einen Aussichtspunkt. Wir bleiben stehen und was wir dort in der Tiefe sehen, haben wir noch niemals gesehen. Das Meer in unterschiedlichen Blitzblauschattierungen und dazu ein weißer Kiesstrand. Das musste er sein, der Egremni Beach. Als wir uns endlich von diesem traumhaften Anblick trennen können setzten wir unserer Fahrt fort und kommen bald am Parkplatz des Strandes an. Es trennen uns nur mehr 1km Fußweg und 400 Stufen vom Paradies. Endlich unten angekommen fehlen uns die Worte, wir schwimmen in hellblauem Wasser, ich glaube Fotos sagen mehr als tausend Worte.

Weiter geht die Rundreise Eglouvi – Lefkada

Die Rundreise führt uns nun vom Meer direkt in das Hochland von Lefakada, in das Linsendorf Eglouvi. Das Dorf ist für seine speziellen Linsen bekannt. Unser Mietauto klettert die schmalen steilen Straßen hinauf, wenn man aus dem Fenster blickt hat man nicht den Eindruck sich in einer wirklich fruchtbaren Gegend zu befinden. Kurz vor Eglouvi eröffnet sich jedoch eine keine Hochebene und man kann Felder erkennen. Im Gasthaus im Zentrum des Dorfes essen wir natürlich eine Linsensuppe, ich muss gestehen meine Erste. Ich kann nur sagen sie hat mir geschmeckt. Nachdem wir noch ein Päckchen Linsen erstanden haben fahren wir weiter nach Lefkada.

Dort angekommen sehen wir uns den Strand mit den Windmühlen an, diese sind leider sehr vernachlässigt und werden als Mülleimer und Toilette benutzt. Am späten Nachmittag schlendern wir durch die Stadt. Es ist nicht viel los, man kann sich aber vorstellen, dass es am Abend besonders im kubanischem Viertel stimmungsvoll sein kann. Leider können wir nicht länger bleiben, da wir auf unserem Campingplatz noch bezahlen müssen um am nächsten Morgen rechtzeitig zur Fähre nach Kefalonia zu gelangen.

Kefalonia

Wie legen pünktlich in Fiskardo auf Kefalonia an und fahren direkt nach Argostoli auf den Campingplatz Argostoli. Der Platz liegt etwas ausserhalb der Stadt, der schmale Strand ist über die Straße erreichbar. Die Stellplätze sind schön angelegt und zur jetzigen Zeit fast leer, jedoch ist die Infrastruktur mehr als sehr einfach, kein Platz um lange zu verweilen. Eigentlich wollten wir hier einige Tage bleiben, aus den vor genannten Gründen ändern wir unserer geplante Route und beschließen am nächsten Tag nach Sami weiterzufahren.

Am Abend schlendern wir noch entlang der Einkaufsstraße und den vielen Lokalen und stellen fest, dass diesem Ort das griechische Flair fehlt.

Turtles – Die unechten Karettschildkröten

Wir können Argostoli nicht verlassen ohne die unechte Karettschildkröte im Hafen gesehen zu haben. Wie in den Reiseführern beschrieben werden wir vormittag in der Nähe der Fischer im Hafen fündig. Die Schildkröten werden von den Fischern gefüttert und wir haben einen tollen Blick auf zwei Schildkröten, ein beeindruckendes Tier.

Sami

Wir duchqueren die Insel und checken in Sami am Campingplatz Karavomilos ein. Der Platz ist perfekt, die Infrastruktur sauber, das Meer direkt über die Strandpromenade erreichbar und eine tolle Bar und Liegebereich rund ums Pool. Auch der Ort Sami gefällt uns sehr gut, es gibt viele Lokale entlang des Hafens. Trotz des Tourismus blieb griechisches Flair erhalten. Wir beschließen hier länger zu blieben und die Insel zu erkunden. Außerdem muss auch endlich Urlaubsstimmung und Gemütlichkeit aufkommen.

Drogarati Tropfsteinhöhle – Mellisani Höhlensee

Wir verbringen den Anreisetag am Strand und schlendern am Abend der Strandpromenade entlang nach Sami um uns ein bisschen umzusehen und ein Glas Wein zu trinken. Am Tag darauf Frühstücken wir gemütlich und fahren anschließend mit den Fahrrädern zum Mellisani Höhlensee. Der See liegt in einer Kalklsteinhöhle welcher von einem unterirdischem Fluss, der von Argostoli kommend in Karavomylos ins Meer fließt, gespeist wird. Der See wurde erst nach einem Erdbeben vor ca. 300 Jahren entdeckt. Leider sind schon zwei Busse eines Kreuzfahrtschiffes vor uns, wir schaffen es jedoch geraden noch bevor die nächsten kommen zur Kassa um zum unterirdischen See zu gelangen. Leider ist es nicht ganz so romantisch wie es klingt, am See fahren ca. 6 Boote und man wird durch die Höhle geführt. Trotz der vielen Menschen durchaus beeindruckend und sehenswert.

Unserer Tour führt uns weiter durch Olivenhaine zur Drogarati Tropfsteinhöhle. Es gelingt uns vor der Schiffsreisegruppe anzukommen. Über Stufen erreichen wir in 60 Metern Tiefe eine große Halle in der die Tropfsteine in unterschiedlichen Größen, Farben und Formen zu sehen sind, alles in allem ein toller Ausflug.

Ein Tag ein Auto: Assos – Eplisi – Fiskardo- Myrtos Beach

Je länger wir hier sind umso toller finden wir die Insel. Mit unserem Mietwagen fahren wir über die Berge nach Assos. Die Festung und das entzückend liegende Dorf haben wir bereits bei der Anreise nach Argostoli von oben gesehen. Wenn man mitten im Dorf steht ist es noch entzückender. Bevor wir uns in eine der beiden Taverne des Ortes setzen erklimmen wir die Burgruine. Die antike Burg wurde von den Venezianern ausgebaut und als Verwaltungsgebäude genutzt. Nach einem 2 km langen Aufstieg auf einem gepflasterten Weg erreichen wir die Burg. Es sind leider nur mehr wenige Reste übrig, der Ausblick ist aber durchaus sehenswert. Zurück im Ort haben wir uns eine keine Stärkung verdient. Mit köstlichem griechischen Essen genießen wir den Ausblick.

Zur Abkühlung führt uns unser nächster Halt in die Bucht von Eplisi, ganz in der Nähe von Fiskardo. Unsere Leihwagenvermieterin hat sie uns empfohlen und sie hat nicht zu viel versprochen, eine entzückende Bucht die durchaus zum Bleiben einlädt.

Es geht weiter nach Fiskardo. Vom zentralen Parkplatz ist man mit ein paar Schritten in der reizenden venezianischen Altstadt. Gleich zu Beginn fallen wir in eine Boutique und ich kann dem Ausverkauf nicht Wiederstehen. Anschließend schlendern wir durch die Stadt die sich größtenteils um den Hafen befindet. Ein Restaurant neben dem anderen, es scheint so als wollten die Menschen ausschließlich Essen. Nach einem Snack am Hafen starten wir zu unserem letzten Programmpunkt

Mythos Beach abgebildet in jedem Reiseführer. Es gelingt uns rechtzeitig bevor die Sonne hinter dem Berg verschwindet dort zu sein und uns in die Fluten zu werfen. Wir genießen die Aussicht und schauen der Sonne beim Untergehen zu, als sie verschwunden ist treten wir die Heimreise nach Sami an.

Es war ein wirklich toller Tag.

Mit dem Roller durch die Toskana der Insel

Nach einem Tag faulenzen am Strand beschließen wir einen Roller auszuleihen und den Süden der Insel unsicher zu machen. Auf dem Weg nach Poros fahren wir die engen Straßen bergauf und kommen von einer etwas kahlen Gegend auf einmal in eine nach Harz duftenden Landschaft, in der sich Olivenbäume, Weinstöcke und vor allem eine Vielzahl an Zypressen abwechseln. Wir bleiben am Straßenrand stehen um den Duft und die Aussicht zu genießen.

Die Straße führt uns bergab und im ersten Moment scheint es, als ob sie am Fels vor uns endet. Als wir näher kommen erkennen wir, das die Straßen durch eine klammähnliche Felsformation führt, unmittelbar dahinter liegt der malerische Ort Poros. Nach einem Espresso und einem frisch gepressten Orangensaft fahren wir weiter.

Kurz vor Skala liegt direkt an der Straße ein toller Kiesstrand, wo wir halten um einmal in das tiefblaue Wasser zu springen. Nachdem wir wieder trocken waren stellen wir fest, dass wir Hunger haben. Nicht weit von unserem Badeplatz finden wir das Restaurant Nautilus von wo aus wir einen einmaligen Ausblick haben. Aber nicht nur der Ausblick sondern auch das Essen ist jedenfalls eine Reise hierher wert.

Unser letzte Ziel ist Kaminia Mounta Beach, das ist der Strand an dem die Schildkröten ihre Eier ablegen. Es ist ein langer Sandstrand, an dem die Gelege mit dünnen Stöcken gekennzeichnet sind. Obwohl die Zeit zum Schlüpfen der kleinen Meeresbewohner jetzt durchaus richtig wäre, haben wir leider keine Schildkröte bei ihrem Weg ins Meerwasser beobachten können.

Folge uns