Toskana 2.0
Wir starten heuer einen neuen Versuch uns die Toskana mit der Vespa anzusehen. Das Wetter sollte hoffentlich besser zur einem Besichtigungstrip passen als 2025. Abgesehen davon ist ein etwas kühleres Wetter auf fürs Golfen angenehmer.
Wir starten heuer einen neuen Versuch uns die Toskana mit der Vespa anzusehen. Das Wetter sollte hoffentlich besser zur einem Besichtigungstrip passen als 2025. Abgesehen davon ist ein etwas kühleres Wetter auf fürs Golfen angenehmer.
Wir starten unsere diejährige Reise mittags in Graz und wollen heute bis Spilimbergo bei Udine kommen. Der für Mosaike bekannte Ort wurde uns empfohlen, da man mit dem Wohnmobil gut nächtigen kann. Für das Mosaikmuseum waren wir leider zu spät. Wir schlendern durch den beschaulichen Ort und fallen in ein nettes Lokal namens 3 corone in dem wir gut Abendessen. Die Nacht verbringen wir am Stellplatz, leider hatten wir die ganzen Nacht ein Störgeräusche (Piepsen) und in der Früh die Lüftung der Küche der angrenzenden Schule.
Nach einer sechsstündigen Autofahrt (viele Staus aufgrund des Feiertags in Italien) kommen wir gut am Campingplatz Broschetto di Piemma an. Der Platz ist ausgebucht, wir haben jedoch vorsorglich reserviert und bekommen eine schönen Stellplatz. Schon auf der Anreise könne wir die außergewöhnliche Landschaft der Toskana genießen und aus der Ferne einen Blick auf das „Manhatten des Mittelalters“ werfen.
Bei sonnigen aber etwas windigen Wetter machen wir mit dem Fahrrad ein Runde die uns durch Weingärten nach Colle val d´Elsa führt. Dort machen wir eine Kaffeepause in der Neustadt, diese ist um die Kristallfabrik entstanden. Colle ist der größte Hersteller Italiens von Kristall und feinem Glas.
Nach unserer Stärkung „erklimmen“ wir mit dem Fahrrad die Oberstadt Colle Alta, Gott sei Dank haben wir ein E-Bike. In der Oberstadt herrscht nach wie vor eine mittelalterliche Atmosphäre, die Herrenhäuser aus dem 15. Jahrhundert sowie die Kirche sind wirkliche beeindruckend.
Wir entschließen uns in dieser tollen Atmosphäre zu Mittag zu essen, bevor wir unseren Tripp Richtung San Gimignano fortsetzten.
Die Anfahrt ins Zentrum von San Gimignano führt uns vorbei an einer langen Schlange von geparkten Autos, dazwischen immer wieder neue Autos die verzweifelt einen Parkplatz suchen, hier ist es wesentlich touristischer als in Colle val d´Elsa. Die Besonderheit des Ortes sind die vielen Türme, die im Mittelalter einerseits zu Wohnzwecken genutzt wurden und als Statussymbole galten und andererseits als Wehrtürme zur Verteidigung dienten. Nachdem wir unser Fahrrad abgestellt haben, lassen wir uns mit dem vielen anderen Touristen durch die Stadt treiben. Wir schlendern die „Mainstreet“ entlang, vorbei an Souvenirläden, Bars und Restaurants, hinauf zum Piazza del Cuomo. Dort kaufen wir ein Ticket und besuchen den Dom, der mit seinem Wandmalereien aus dem alten und neuen Testament sicher sehr besonders ist. Am Rückweg gehen wir noch über die Piazza della Cisterna die ebenfalls mit einer Vielzahl an Lokalen zum verweilen einlädt. Dort beobachten wir verwundert eine Menschenschlange über den halben Platz die sich für ein Eis anstellt. Erst später haben wir erfahren, dass das Eis hier mehrmals preisgekrönt ist, wir hätten uns aber keinesfalls derartig lange angestellt.
Unsere Reise führt uns weiter nach Siena auf den Campingplatz Colleverde. Hier waren wir vor einigen Jahren schon einmal, er ist für die Besichtigung von Siena perfekt. Der Platz ist sehr schön angelegt, hat einen schönen Pool, leider sind die sauberen Sanitäranlagen schon etwas in die Jahre gekommen.
Es gelingt uns gleich am Anreisetag eine Vespa zu leihen, leider nur eine Primavera 125, sehr zum Leidwesen von Michael. Gleich nachdem wir uns am Campingplatz eingerichtet haben geht es los.
Die Chianti Weinstraße eignet sich ideal um sie mit der Vespa zu bereisen. Kurvige Straßen, leider auch mit einigen Schlaglöchern, und eine zwischen Weingärten, Olivenhainen und Wiesen wechselde Landschaft die immer wieder dazu einlädt anzuhalten und ein Foto zu machen.
Wir erreichen Castellina in Chianti, ein malerisches mittelalterliches Bergdorf inmitten der Weinberge. Wir schlendern durch die Hauptstraße, vorbei an den vielen Geschäften und Lokalen, die Touristen haben den Ort fest in der Hand.
Unser Weg führt uns weiter nach Radda in Chianti, wo uns vor allem der Platz vor der Kirche mit dem Brunnen sehr gefallen hat. Die typische toskanischen Atmosphäre ist in allen Gassen zu spüren.
In Gaiole in Chianti machen wir unseren letzten Stopp, bevor es zurück nach Siena geht.
Nachdem wir uns gestern an unsere mintgrüne Vespa gewöhnt haben, machen wir uns heute auf den Weg nach Süden. Unserer erstes Ziel ist Montepulciano. Der ca. 50 km von Siena entfernte Ort ist am besten durch die Schnellstraße zu erreichen. Nicht unbedingt eine Motorradstrecke, wir sind aber froh zügig in den Süden zu kommen und da es Sonntag ist fahren auch keine LKW. Nach ca.45 Minuten haben wir das auf einem Hügel liegenden Dorf erreicht. Bekannt ist das mittelalterliche Dorf abgesehen von den tollen Bauten wie das Torre di Pulcinella mit dem Uhrturm wo von einer Figur zur vollen Stunde geschlagen wird, der Piazza Grande mit dem Palazzo Comunale, auch für Pici und Vino Nobile. Beim Mittagessen haben wir beides probiert, die dicken Nudeln sind ausgezeichnet, der Wein ist Geschmacksache.
Den nächsten Ort den wir nach einer kurvenreichen Fahrt durch toskanischen Landschaft erreichen ist Pienza. Besonders schön mit Blumen gestaltet war der Platz vor dem Dom, der eine sehr schöne Renaissance-Fassade hat. Von der Stadtmauer hat man einen tollen Ausblick auf die Zypressenallee aus dem Film Gladiator.
Bagno Vignoni, der Ort ist hauptsächlich für seine Therme bekannt, die schon die Etrusker nutzen. Der „Hauptplatz“ des kleinen Ortes ist ein großes Thermalbecken, das von zauberhaften mittelalterlichen Häusern umrahmt ist.
Müde und mit etwas Popo-Weh kommen wir am Abend wieder gut in Siena an.
Nach einem vormittäglichen Kaffee im „Nannini“ (Siena) schlendern wir durch die Altstadt, diesmal auch etwas abseits der bekannten Schauplätze. Natürlich dürfen aber die Highlight wie der Dom aus dem 12. Jahrhundert mit seinem 77 Meter hohen Turm und der muschelförmige Piazza del Campo der das Zentrum von Siena bildet. Auf dem Platz befindet sich ein monumentaler Brunnen der mit Wasser aus den nördlich gelegenen Hügeln gespeist wird.
In einer Seitengasse fallen wir, wie wir später erfahren, in ein Studentenlokal. Da das Wetter kühl ist bekommen wir einen Tisch im inneren. Wir waren noch nie in einem typischeren italienischen Lokal, Speisekarte ist nur draußen angeschlagen, Vorspeisen werden direkt im Gastraum angerichtet, die Küche muss mini sein, aber das Essen war super.
Unser letzter Vespa- Tripp führt uns in das nahegelegene Monteriggioni. Es ist eine perfekt erhaltene Festungsstadt aus dem 13. Jahrhundert mit einer umlaufenden Festungsmauer mit 14 Türmen. Am Hauptplatz trinken wir noch einen Espresso bevor wir, zurück in Siena, unsere Vespa zurückgeben und mit Bus zum Campingplatz fahren.
Vor unserer Abreise haben wir uns die GOLFAMORE-Card zugelegt, mit der man auf ausgewählten Golfplätzen rabattiert spielen kann und auch mit dem Wohnmobil übernachten darf. Heute probieren wir das im Golfclub Le Fonti aus. Wir werden freundlichen empfangen und können unserer Wunschstartzeit vereinbaren. Auch dürfen wir die Duschen nutzen, also alles perfekt.
Wir essen im Golfclub zu Abend, wie haben das Restaurant für uns alleine, das Essen und der Wein schmecken ausgezeichnet.
In der Früh starten wir bei Traumwetter unserer Golfrunde. Es ist ein sehr schöner, gut gepflegter Golfplatz, es ist eine tolle Golfrunde.
Nach der Runde brechen wir auf nach Caorle, wo wir unseren Urlaub ausklingen lassen.